Die ehemalige Zuckerfabrik

Gründer der Zuckerfabrik Wiersdorff, Hecker und Co:

 

J. A. Wiersdorff (Dahlenwarsleben)

K. F. Hecker (Halberstadt)

J. C. A. Reinhardt (Ochtmersleben)

F. Schaffenger (Halberstadt)

 

Die 1863 gebaute Fabrik entwickelte sich rasant und war von 1876 bis 1879 die größte und bestausgerüstete Zuckerfabrik der Provinz.

 

Rüben, Kohlen und Zucker wurden in so großen Massen transportiert, dass ein Bahnanschluss erforderlich wurde.

 

Über ein Betriebsanschlussgleis wurde die Fabrik 1879 mit der Staatsbahn im Bahnhof Nienhagen verbunden.

 

Im Jahr 1914 wurden ein neues Kontor- und Geschäftsgebäude und der dritte Fabrikschornstein errichtet.

 

"In Gröningen wurde so viel Zucker produziert, dass man damit einen Eisenbahnzug mit einer Länge von Gröningen bis zu den Pyramiden in Ägypten hätte füllen können."

 

Doch die Erfolgsgeschichte war nicht endlos:

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Firma enteignet, Reparationsleistungen für Schäden in der damaligen Sowjetunion wurden mit dem Abbau von Maschinen und Anlagen beglichen.

 

Ab 1946 wurde somit der größte Arbeitgeber und damit ca. 700 Arbeitsplätze der Stadt Gröningen zerstört.  Die Pläne, die Zuckerfabrik größer und moderner wieder aufzubauen, wurden nicht umgesetzt.

 

In den folgenden Jahren nutzten einigen kleinere Unternehmen die vorhandenen Gebäude und Anlagen, diese wurden zwischen 1989 und 1992 abgewickelt und wieder geschlossen. 

 

Gebäude verwandelten sich in einsturzgefährdete Ruinen. Die Wende für das Gelände wurde eingeleitet, als im Sommer 2001 der Fabrikschornstein, einst ein Gröninger Wahrzeichen, gesprengt wurde. Anschließend wurden die anderen Anlagen der Zuckerfabrik abgerissen.